Gesetzgebung und Internet. Quo vadis ?
Ich möchte hier einmal etwas zur Diskussion stellen.
Das Internet ist ja zeitlich gesehen immer noch ein ziemlich junges Massenmedium. Mit all seinen Möglichkeiten des Austausches globalen Wissens und des internationalen Kommerzes.
Wie sieht es rechtlich aus, wenn auf einer Internetplattform offensichtliche Gesetzeswidrigkeiten stattfinden, aber der Betreiber der Plattform, trotz vieler Meldungen seiner Mitglieder, nichts dagegen unternimmt.
Wie sieht es rechtlich aus, wenn der Betreiber durch solche Gesetzesverstöße sich auch noch finanziell bereichert, seine Mitglieder nicht schützt und somit wissentlich schädigt ? Die deutsche Rechtsprechung ist ja bekanntlich bis heute noch im Zeitalter vor dem Computer stehen geblieben. Es gibt bis heute noch fast keine internationale Zusammenarbeit gegen die Computerkriminalität. Rumänische, russische sowie chinesische und nigerianische Banden verursachen Milliardenschäden und gehen fast gänzlich ungestraft davon.
Polizeiwachen sind bis heute noch fast ohne Internet und können solche angezeigten Straftaten nur schwerlich verfolgen.
Darf hier von einer Mitwisserschaft nach §138 StGB oder gar von Beihilfe ( §27 Abs. 1StGB ) zu einer Straftat gesprochen werden ?
Ist das Vernichten von Beweisen nach erfolgreichem Betrug strafbar ?
Begünstigung,§ 257 StGB, Strafvereitelung, § 258 StGB.
Warum macht die deutsche Rechtsprechung nicht Gebrauch von ihren Möglichkeiten und warum werden von Betroffenen keine Anzeigen gegen die Betreiber entsprechender Seiten gemacht.
Warum werden von unseren Strafverfolgungsbehörden auch noch die Betreiber solcher Seiten als Sicherheitsberater benannt ? Der Wolf im Schafspelz wird für seine Mitwisserschaft auch noch mit Steuergeldern bezahlt ?


1 Georg Kipp aus Köln schrieb am 19.05.2007:
exakt diese Frage stelle ich mir auch, seit ich es Ende April bei einer gewonnenen eBay-Auktion plötzlich mit einem gelöschten Verkäuferaccount zu tun hatte und zur Zahlung an einen mir gänzlich unbekannten Markus Nordmann aufgefordert wurde. Kurze Recheche, offensichtlich gehörten weit über 10 Accounts zu einem Kreis, der zunächst auf eigene Artikel bot und bewertete, um dann plötzlich hochwertiges anzubieten. Meine 4fache Meldung an eBay blieb folgenlos, mehrere Käufer haben definitiv Geld überwiesen, eBay sperrte die Accounts stets kurz nach Ende der Auktionen, gänzlich ohne Unterrichtung der arglosen Käufer.
Hier ein Link zu "meinem Verkäufer", das klicken auf die verschiedenen Bewerter und wiederum deren Bewerter ist ein abendfüllendes Spiel, allein 5 Accounts sind an ein und dem selben Tag angemeldet worden, einige sind auch heute noch, nicht einmal gesperrt.
Seitens der einschlägigen Presse ist das Interesse eher nicht vorhanden, die nehmen das Geschäftsgebaren von eBay hin, als sei's höhere Gewalt (Heises c't) oder bieten eBay's PR-Abteilung gar ein Forum für verallgemeinernde Beschwichtigungen (Spiegel-Online).
2 Superb aus D schrieb am 14.06.2007:
Man sieht JEDEN Tag, auch wenn man nicht danach sucht, im Moment falsche Auktionen. Schaut mal im Bereich Paketmarken oder Gutscheine. Accounts werden immer gleich aufgebaut, Bestellung von Prepaidkartencodes per Email etc.. Ebay unternimmt nichts, das kann ich bestätigen. Mehr noch- Darstellung der Praxis auf den Ebayforen wird gelöscht, und zwar innerhalb von Stunden!
Die Betrugsangebote bleiben bestehen.
Das könnte eine Beihilfe zum Betrug durch Unterlassen sein, denn Ebay bekommt Kenntnis vom Sachverhalt, unternimmt aber nichts.
3 forenjurist aus FI schrieb am 14.06.2007:
Das Ebay schon seit Jahren jegliche Beweise eines Betruges vertuscht, gemeldete Betrugsauktionen durchlaufen lässt, und erst nach Ablaufen diese löscht und somit noch viele Käufer auf den offensichtlichen Betrug hereinfallen lässt, weiss jeder, der schon länger in den Foren lesen tut. Der Fehler bei einer Anzeige ist, dass nur der Verursacher und nicht auch der Dulder und Mitwisser angezeigt wird. In einem solchen Falle, wo die Meldung eines betrügerischen Angebotes erfolgte, eBay aber nichts unternahm, dürfte es erforderlich sein auch den Mitwisser und Dulder anzuzeigen.
Sollten sich diese Anzeigen häufen müßte die StA tätig werden, da öffentliches Interesse besteht.
4 superb aus D schrieb am 14.06.2007:
Forenjurist, das ist nicht ganz korrekt, auf ein öffentliches Interesse kommt es bei der StA nicht an, sie muss schon von sich aus tätig werden, wenn sie den Verdacht einer Straftat sieht und es wäre zu hoffen, dass hier einer dieser "Organe" mitliest und der jetzt seinen Ehrgeiz herausgefordert sieht.
Schön, dass das Ganze publik wird und dass es diese Seite gibt.
5 forenjurist aus Internet schrieb am 15.06.2007:
Darauf hätten die StA schon seit einigen Jahren kommen müssen. Aber welcher Beamte tut schon freiwillig mehr als unbedingt nötig. Weiterhin geht man gegen einen Monopolisten vor, dessen Geschäftsführer zum Berater der Bundeskanzlerin gekürt wurde für Fragen der Sicherheit im Internet. Dies zeigt doch deutlich die Unwissenheit unserer Volksvertreter. Der Bock wurde zum Gärtner gemacht.
6 Georg Kipp aus Köln schrieb am 15.06.2007:
tja, was passiert denn, wenn nun jemand Anzeige erstattet, das kann ja letztlich jeder tun, wird der Amtsschimmel dann rühriger?
7 forenjurist aus FI schrieb am 15.06.2007:
Eine Anzeige kann jeder erstellen. Und schon eine Anzeige wegen eines Verdachtes muss von der StA verfolgt werden. Wird diese sogar von mehreren Menschen abgegeben ist die Glaubwürdigkeit höher und das öffentliche Interesse wird bestärkt.
8 Georg Kipp aus Köln schrieb am 15.06.2007:
aber was passiert dann tatsächlich? Allgemein scheint mir das Interesse selbst von Betrugsopfern eher marginal, sobald sich der erste Schreck gelegt hat.
Daß sich eine größere Zeitung der von "Falle-Internet" angeprangerten Fälle annimmt, wie hier die HAZ, ist eher die Ausnahme, ich hatte vor Wochen auch Spiegel-Online auf diese Seite aufmerksam gemacht, ohne Reaktion.
Übrigens reagiert auch der Betreiber dieser Seite hier nicht auf Anfragen bezüglich seiner Erfahrungen mit den Strafverfolgungsbehörden, ob er da Initiative ergriffen hat, mit welchem Erfolg usw.,
-sein Verhalten ist damit auch symptomatisch für diese Thematik.
Letztlich wurstelt jeder ein wenig vor sich hin und vergisst den Scheiß dann schnell.
Kommunikation? was ist das?
9 forenjurist aus FI schrieb am 15.06.2007:
Das Interesse der Medien ist leider auch mehr ein finanzielles, als ein informatives. Falle-Internet.de hat schon an so vielen Medienprojekten mitgearbeitet, die dann in letzter Minute abgesagt wurden. Dafür wurde dort die Werbung eines Monopolisten verstärkt angezeigt. Was die Strafverfolgungsbehörden angeht sind diese auch nur noch generft über die Flut täglicher Anzeigen im Zusammenhang mit diesem Monopolisten. Da wurde zeitweise auch nur Interesse gezeigt, so lange auch noch Medien involviert waren. Zum anderen ist unsere Polizei immer noch im Zeitalter des Konrad Zuse stehen geblieben und viele Wachen haben nicht einmal Internet.
Weiterhin scheint die Verständigung hier doch zu funktionieren, sonst wäre ich nicht hier um eventuelle Fragen zu beantworten. Die Benachrichtigung vom 19.05. muss mir entgangen sein, sonst hätte ich mich schon früher zu #1 gemeldet.
10 Georg Kipp aus Köln schrieb am 15.06.2007:
"Weiterhin scheint die Verständigung hier doch zu funktionieren"
gibt's da auch 'ne Mailadresse?, ich hatte an den Webmaster geschrieben.
11 forenjurist aus Falle Internet schrieb am 15.06.2007:
Unsere Personaldecke ist leider etwas dünn. Der webmaster ist ein Verteiler, wo sich wohl jeder auf den anderen mit der Antwort verlassen hat :-( Dabei kommt es auch immer auf die Art der Frage an, da immer nur einige für bestimmte Themenbereiche / Fälle zuständig sind.
12 Georg Kipp aus Köln schrieb am 15.06.2007:
an wen darf man sich dann konkret wenden?, vielleicht ist ein Austausch ja sinnvoll?
13 Anonym schrieb am 15.06.2007:
Georg
Du hast Mail
14 Anonym schrieb am 20.06.2007:
Mal etwas zur Aufmunterung zwischendurch- endlich mal ein konsequenter Ebayer, schaut Euch die Bewertungen genau an :)
220120974184
15 forenjurist aus Falle Internet schrieb am 20.06.2007:
*gg*
Sehr gleichbleibende Bewertungen.
Ein sehr kontinuierlicher Verkäufer.
Warum löscht eBay dort nicht die Bewertungen ?
Einstellvolumen zu gering ?
16 Anonym schrieb am 09.09.2007:
fritz
StA sind völlig überfordert.
Auch aus politischer Rücksichtnahme
werden Straftaten oft nicht verfolgt.
Die Lobby beherrscht diesen Staat, das
Gesetz wird passend gemacht
17 Normaler Mensch aus Überall schrieb am 10.09.2007:
.. der ganze Hype und jetzt die großen Enttäuschungen um Ebay und ähnliche Plattformen sollte doch jedem einigermaßen denkenden Menschen eine Binsenweisheit noch einmal vergegenwärtigen. Niemand, der noch seine 5 Sinne auf der Reihe hat, schickt einem ihm wildfemden Menschen, nur auf irgendein Foto und eine x-beliebige Beschreibung hin, einen nennenswerten Betrag in der Hoffnung, dass der ihm dann auch genau diese angepriesene 'Ware' zuschickt. Wer dies doch tut - weil sich zB irgendwelches Gesindel eine derartige Plattform ausgedacht, ins Netz gestellt hat und dafür infantile Werbespots im TV schaltet - wird logischerweise für seine unglaubliche Naivität seines Geldes verlustig. Ist denn das wirklich so schwer zu begreifen ???
18 Georg Kipp aus Köln schrieb am 10.09.2007:
Dem "Normalen Menschen aus Überall" sei beschieden, trotz seines Misstrauens: dies ist so ein brauchbares und durchaus bewährtes System, mit ein wenig angewandter Intelligenz ist es auch gar nicht sooo unsicher.
Allerdings setzt das auch voraus, daß der Plattformanbieter welcher damit richtig Geld verdient, hier eBay, verantwortungsvoll agiert:
Betrugsmöglichkeiten im Vorfeld weitestmöglich ausschaltet,
bei gemeldeten Verdachtsfällen unverzüglich und vor allem auch qualifiziert ermittelt,
bei erhärteten Verdacht entsprechende Mitgliedskonten sofort sperrt und vor allem:
potenzielle Betrugs-Opfer bezüglich der aufgetretener Irritationen sofort informiert!
All dies ist offensichtlich und regelmäßig ein Problem.
Insbesondere "ziert" sich eBay unglaublich, seine arglosen ehrlichen Mitglieder zu warnen wenn Betrüger-Accounts gesperrt wurden.
Solche Accounts werden auffällig häufig erst ganz kurz nach Auktionsende geschlossen, trotzdem werden aber die "erfolgreichen" Bieter dann nicht dazu informiert, lieber hofft "man" wohl auf seine "eBay-Gebühr" und macht sich dafür selbst lieber zu einer Art Komplizen beim Betrug.
Das ist so: "Datenschutz a la eBay".
Übrigens legen Betrüger in der Regel eine ausgeprägte Scheu bezüglich Ihrer Identität an den Tag, auch dies hilft dem umsichtigen User bei der Identifikation unsicherer Kantonisten,
sehr geehrter "Normaler Menschen aus Überall";-)
Mit freundliche Grüßen,
Georg Kipp
19 Normaler Mensch aus Überall schrieb am 11.09.2007:
Lieber Herr Kipp, ..auch bei Betrachtung Ihrer Argumente drängen sich mir schon wieder Binsenweisheiten auf. Wer ein Geschäft wie 'Ebay' betreibt, wird doch immer zuerst all das tun, was ihm seine Abgreife auf den 'Kundenkonten' sichert; die Kohle kommt zu 90% von Anbietern, die ihrerseits Geld von Nachfragern einsacken konnten. Ob die dafür auch den naiven Käufern das beschriebene liefern, ist Ebay letztlich hoch wie breit. Und jedes bisschen 'Käuferschutz', das dort vorgeblich installiert wird, gleicht in seiner Wirkungsweise der Geschichte vom Hasen und dem Igel; 'Ick bün all hier' sagt jedesmal der Schlaue dem Dummen.
Und was meine Identität anbetrifft: Brauchen Sie wirklich meinen Klarnamen, um diese schlichten Zusammenhänge zu begreifen?
20 Andreas S. aus München schrieb am 11.09.2007:
Hallo,
ich habe, auf Grund eigener Erfahrungen, vor 2 Jahren meine konsequenzen gezogen - kein Kauf oder Verkauf mehr seitdem über ebay!
Einzigster Kontakt zu ebay: Verlinkung zu meinen 190 Top Bewertungen auf meiner eigenen Page.
Mir ist nie ein echter Schaden bei ebay entstanden. Ärger schon von diesen geduldeten Betrüger. Keine meiner schriftlichen Beschwerden führten bei ebay zu einer Reaktion - daraufhin habe ich reagiert. Für mich ist ebay für immer erledigt, auch wenn dort alles kostenlos wäre :-)
Gruß
Andreas
21 karsten aus erfurt schrieb am 11.09.2007:
Hallo, das Einfachste ist, die persönliche Gier nach "Schnäppchen" dem gesunden Verstand gegenüber zu stellen und offensichtliche Betrügerplattformen oder dafür anfällige Einrichtungen zu ignorieren bzw. so hier es passiert immer wieder an den Pranger zu stellen. Ein mieser Leumund hat schon manchem Betrüger im Net das Handwerk gelegt.
Nicht auf alles klicken, nicht alles haben wollen und wieder mal den Laden um die Ecke oder nur seriöse Seiten betreten. Egal was in den jeweiligen Ländern per Gesetz beschlossen wurde und wird, es reicht nicht in alle Ecken des Net.
Manchmal ist das besser so! Und eBay ist ein allgegenwärtiger Moloch geworden. Solange die Masse hier einsteigt, schert sich keiner der Herren in Übersee um ein paar doofe deutsche User ;-)
22 Normaler Mensch aus Überall schrieb am 11.09.2007:
@ Karsten
genau richtig... und zwar zu 1000%
Bei jedem noch so ungewaschenen Flohmarkthändler irgendwo auf der Welt bist Du als Käufer besser aufgehoben, als im achso großartigen Internet. Denn der kann, was all die www.Betrüger, Ganoven und Steuerhinterzieher nicht können, nämlich Dir, das was Du kaufen willst, vor der Bezahlung zur Ansicht in die Hand geben.
23 forenjurist aus Internet schrieb am 11.09.2007:
Klar.
Laut Studie des FBI gehen nur ungefähr 80% aller Straftaten die im Internet begangen werden zu Lasten von eBay, bzw. finden in deren Plattform ihren Ursprung. Dies hat auch maßgeblich mit eBays total verfehlter Sicherheitspolitik zu tun, wobei bei eBay das Wort Sicherheit lediglich ein Werbeslogan ist. Definitiv stellen sich aber angebliche Verbesserungen der Sicherheit auif dieser Plattform immer als größere Sicherheit der unlauteren Nitglieder der Plattform heraus. Somit ist es fraglich, für welche Seite des Rechts eBay überhaupt tätig ist. Für den Schutz ihrer redlichen Mitglieder jedenfalls weniger.
Dabei wirbt eBay mit mehr Offenheit, welche aber immer mehr unterbunden wird.
Meinungsfreiheit unterliegt der Willkür des Plattformbetreibers. eBay setzt Meinungsfreiheit gleich mit Werbung. Ergo wird willkürlich gelöscht und beschönigt oder gelöscht was eBays beschädigtes Ansehen in der Öffentlichkeit schädigt.
Thema Datenschutz: Kostet Geld und ist somit aus Sicht des Betreibers der Plattform schlecht für deren Gewinne. Das Ergebnis ist gerade aktuell in vielen Medien veröffentlicht.
eBay ist eine Gratwanderung zwischen Recht und Rechtsbruch der nur durch enorme Werbegelder eingedämmt wird und auf ihrer Plattform der Willkür unterworfen ist. Dies nennt sich dort Hausrecht.
eBay ist das Adrenalin für Leute die es nicht wagen an dünnen Gummiseilen von hohen Brücken zu springen. Nur das die Sicherheitsvorkehrungen seitens eBay bedeutend geringer sind als beim Bungeesprung. Wieviele Familien durch eBay schon ins soziale Aus gebeamt wurden lässt sich nur raten. Aber es dürften alleine in Deutschland schon tausende sein.
Ergo empfiehlt es sich, auf anderen Plattformen zu kaufen, oder dort, wo man den Artikel schon vor dem Kauf testen und begutachten kann. Dies hat auch im Servicefall einige Vorteile da man einen realen Ansprechpartner für seine Probleme mit der Ware hat.
24 Ignaz Schlaumeier aus Berlin schrieb am 13.09.2007:
Hallo Ihr Lieben!
Ich verstehe nur eine Sache nicht: Wenn Ihr so sicher seid, dass ebay so unglaublich reagiert, wie Ihr es hier dauernd schreibt, dann geht doch zur Polizei oder Staatsanwaltschaft und stellt Anzeigen wegen Mittäterschaft und Beihilfe zu diesen KONKRETEN !!!Straftaten.Aber das müssen mehrere (viele!!!) machen, dann muss sich die Staatsanwaltschaft darum kümmern! Es kann Euch doch nichts passieren, wenn es stimmt, was Ihr hier sagt!!!Also los!!! Raus aus den Löchern und Attacke !!!
Herzlichst!!!
Euer Ignaz
25 Georg schrieb am 13.09.2007:
Ganz recht Schlaumeier!
eine solche Anzeige muß aber, soll sie tatsächlich auch erfolgreich sein und nicht umgehend eingestellt werden, wirklich sorgfältig vorbereitet sein, was eine Menge Arbeit ist.
Zudem sind einige der Praktiken nach allgemeinem Rechstverständniss zwar verwerflich, aber nicht unbedingt justiziabel, da hilft dann nur laut schreien, Anzeigen währe dann sogar kontraproduktiv.
Es erstaun aber auch mich, der zwar mit diesen Liederlichkeiten von eBay zu tun hatte, aber auf Grund eigener Vorsicht keinen Schaden erlitten hat, wie wenig sich die tatsächlich geschädigten Bürger engagieren.
So ein Forum kann daher durchaus hilfreich sein, auch wenn da nun einige wirklich Ahnungslose, betroffenen Opfern Gier und Dummheit unterstellen.
Selbst wenn jemand einmal einen Fehler gemacht und etwas zu wenig Sorgfalt hat walten lassen, so ist er doch kein Freiwild der sich von neunmalklugen Besserwissern verhöhnen lassen muß.
26 forenjurist aus Internet schrieb am 13.09.2007:
Hallo Schlaumeier
Wie Georg dies schon im Posting 25 schrieb sollten solche Anzeigen mit unwiderlegbaren Beweisen untermauert sein. Alles andere wird vom StA eingestellt.
Thema verhöhnen :
Meines Erachtens haben sich schon eine Vielzahl erfahrener User von der eBay Plattform verabschiedet. Neue, unerfahrene, User rückten nach. Klar sind diese, dank ihrer relativen Unerfahrenheit, leichte Beute für gewiefte Betrüger. Aber viele davon sind durch Schnäppchensucht auch schon geistig vernebelt und klicken auf Angebote, auf die kein vernünftiger Mensch mehr klicken würde. Hier wird halt der Lernprozess teuer. Klar sollte man es mit dem Verhöhnen nicht übertreiben, aber auch dies löst einem Lernprozess aus.
27 Georg schrieb am 13.09.2007:
Es gibt ausreichend viele zumindest oberflächlich richtig "gut" gefakte Betrugsauktionen, wo der Angebotspreis auf normalem Nivau liegt, die liebevolle Artikelbeschreibung mit schlüssigen Geschichten gewürzt sind, und der Anbieter hat eine erkleckliche Anzahl guter Bewertungen,... um all die Bezüge auf den schnäppchengeilen Gehirnabschalter, als völlig am Thema vorbei geschrieben deklarieren zu können.
Natürlich gibt's auch Deppen, wie überall, dafür werden aber doch nicht all die Betrügereien zum Kavaliersdelikt, wie durch solch kundgetane Meinung schadensfroh suggeriert wird.
Und was heist schon Schnäppchengeil? wer einen Artikel zu einem möglichst hohen Preis verkaufen will, tut gut daran, ihn ab 1,-Euro anzubieten, so erzielt er in aller Regel einen höheren Preis als würde er mit einem realistischen Mindestpreis angeboten, u.U. geht er sogar über dem normalen Straßenpreis für Neuware weg, (da würde ich dann von Trotteligkeit sprechen).
Es ist also keineswegs völlig abwegig sondern fast die Regel, daß etwa eine wertvolle Leica ab 1,-¤ angeboten wird, sie wird ihren Preis schon erreichen.
Manchmal klappt das nicht so ganz, -dann hat der Verkäufer halt etwas Pech gehabt und der Käufer unverhofft ein unverhofftes Schnäppchen gemacht.
Betrüger gehen teilweise auch gern auf Nummer Sicher und bieten ihre teure "Ware" dann für viel Geld, aber durchaus günstig mit Mindestgebot an, auf solche Angebote fallen gerade auch mißtrauischer Zeitgenossen gern herein.
Da es nun einmal nicht den allgemeingültigen eBay-Musterbetrug gibt, währe es, denke ich besser, wenn eBay naheliegende Schritte zur effektiven Steigerung der Sicherheit unternemen würde. Das fängt bei der Registrierung an, sowie dabei, daß bei bekannt gewordenen Problemen die User umgehend gewarnt würde.
Was spricht denn bitte schön dagegen? das meiste würde überhaupt nichts kosten.
28 buntekuh aus bunte republik schrieb am 17.09.2007:
ignaz: das haben schon viele versucht.....gierpain kann man so nicht angreifen, die server stehen in usa und da hat die deutsche justiz keine macht. das einzige was hilft ist öffentlichkeitsarbeit negative presse u.ä.
29 Forenjurist aus Internet schrieb am 17.09.2007:
Aber die deutschen Medien sind es müde über solch ausgelutschte Themen zu schreiben. Mit eBay lockst Du heute keinen Hund mehr hinterm Ofen hervor.
30 Georg schrieb am 17.09.2007:
Wann bitte schön hat es denn einen ansatzweise kritischen Bericht zum gebaren von eBay in einem überregionalen Medium gegeben?
-ich lese regelmäßig diverse News, kann mich aber beim besten Willen an nicht einen Artikel mit mehr als 1/1000 mm Tiefgang erinnern.
Das Problem ist "sprichwörtlich", darum redet man nicht mehr "en Detail" darüber.
Zum Thema etwa, warum eBay betroffene Käufer von Betrügern nicht warnt, berichtet SpiegelOnline jüngst über den eBay Sprecher:
"Ebay-Sprecher Nerses Chopurian hat für solche Fälle schon einen regelrechten Reflex ausgebildet: den Appell an "den gesunden Internet-Verstand"... -und der werte Redakteur Frank Patalong pflichtet wie selbstverständlich bei: "Ganz Unrecht hat er da nicht."
Nun kann ich Herrn Chopurian ob seiner Ratlosigkeit recht gut verstehen, allerdings ist seine Begründung schlicht eine Frechheit.
Immerhin wirbt seine Firma aggressiv mit angeblichem Käuferschutz, und so weiter und so fort... schaffet es aber jeweils über viele Tage nicht, selbst offensichtlichste Betrugs-Accounts zu sperren, oder gibt sie gar nach anfänglicher Sperre wieder frei.
Wie bei eBay und seiner sog. Sicherheitsabteilung das Thema gehandelt wird ist schlicht unfassbar unprofessionell und lässt sich eigentlich nur mit Gier seitens der eBay-Company auf Kosten unbedarfter User erklären.
Als Journalist könnte man da ja auch mal nachhaken, Herr Patalong, oder?
So beherrscht aktuell leider nur serviler Verlautbarungs-Journalismus das Thema, welcher sich die substanzlosen Einlassungen der eBay-PR-Abteilung kritiklos zu eigen macht.
Nun ja, Pressesprecher sind ja auch meist Journalisten, -die Truppe von eBay ist offensichtlich gut vernetzt und leistet exzellente Arbeit, -leider ganz im Gegensatz zu ihren originär im journalistischen Bereich arbeitenden Kollegen.
31 Forenjurist aus Internet schrieb am 18.09.2007:
Das siehst am besten am E-Meter ähh eBay-Magazin.
Dort ist auch ein Ex-Ebay-MA der Redakteur.
Was von solchen Leuten aus der sitzkreisbildenden Zunft zu erwarten ist, sollte eigentlich schon jedem klar sein.
Linientreue bis zur Selbstverleugnung und aus Gewohnheit abgeben der Intelligenz beim Pförtner bei Betreten des Gebäudes.
32 Ignaz Schlaumeier aus Berlin schrieb am 16.10.2007:
Hallo!
Man kann Gott danken, dass es wenigstens solch ein Forum gibt, wo engagierte Menschen versuchen, diese unglaublichen Unerträglichkeiten anzuprangern und die Unwissenden aufzuklären!!!
33 forenjurist aus Internet schrieb am 16.10.2007:
Es hat wohl weniger mit Anprangern zu tun.
eBay spielt da nur eine Statistenrolle, da leider dort die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz ihrer Mitglieder hinter dem Marketing stehen.
Wichtiger erscheint es vorbeugend die Nutzer zu sensibilisieren und Opfern zu helfen noch das Beste aus der Sache zu machen.
FI hat kein Interesse eBay zu schaden.
Das Interesse liegt lediglich an einer stark verbesserten Sicherheit für ihre Nutzer wie diese auch schon in der Werbung sugeriert wird. Auch ein besserer Service und nicht immer nur die Ausrede " Wir stellen nur die Plattform " ( und vernichten Beweise des Versagens unserer Sicherheitsabteilung ) wäre zu begrüßen.
Ebay hat leider zu viele Schwachpunkte und Sicherheitslecks um diese zu ignorieren. Weiterhin erhebt eBay für diese minimale Leistung königliche Gebühren was ein weiterer Punkt wäre.
34 forenjurist schrieb am 16.06.2008:
MoinHabe an meinem Notebook, direkt bei Treiber.de, die Treiber fuer meine Tastatur \ Maus upgedated. Leider scheint bei Logitech etwas nicht zu stimmen. Der Treiber v 2.22 ( Logitech cordless iTouch ) loeschte meinen MBR auf der Festplatte. Nun muss ich schauen das ich den MBR wieder irgendwie geflickt bekomme. Wenn nicht sind alle meine Daten futsch. Melde mich so bald es geht.Auf meine depped Mailaddy habe ich Zugriff ueber Internet.